Panama City:
5.Juli: 21 Uhr Landung in Panama City.
Mt einem wahrlich mächtigen Rumps setzen wir auf der Landebahn auf.
Doch die erschrockene Wirbelsäule erholt sich schnell, denn oh wie schön ist Panama!
Nachdem wir unsere Rucksäcke vom Band geschnappt haben, wartet bereits Roger in der Empfangshalle auf uns.
Er kennt die Eigner des Segelbootes auf dem wir die nächsten Tage verbringen wollen sehr gut,
da er früher in einem Yachthafen arbeitete.
Der Yachtlub wurde geschlossen, um Platz für Containerschiffe zu schaffen und Roger chauffiert
nun die Gäste diverser Segelboote.
Wir checken in ein Hotel ein und gehen schnell noch zum Essen um die Ecke neben dem Casino,
wo auch einige "Damen" auf einen guten Fang warten.

6. Juli: Heute steht das alte Panama City 'Casco Viejo' af dem Plan.
Viele alte verfallene Häuser im spanischen Stil.
Hier wird vieles restauriert und mit etwas Vorstellungskraft erwachen in einigen Ecken die alten Zeiten.

Panama_City-Canal Bilder: Panama-City und Kanal

Wir schlendern durch die Gassen und über Plätze und geniessen den ersten richtigen gefühlten
Urlaubstag ... New York merken wir jetzt, war doch recht anstrengend.
Abends feiern wir Knuts Geburtstag in einem japanischen Grillrestaurent.
Auf einer Edelstahlgrillfläche werden direkt vor unseren Augen die Speisen zubereitet.
Ein Gaumenschmaus mit Kochkurs inklusive.
Knut: Danke für alle Glückwunschmails!

San Blas Inselgruppe - Kuna Yala- das Land der Dule:
7. Juli: Um 4 Uhr morgends stehen wir auf, um unseren Flieger ins Inselparadies zu bekommen.
Unser Ziel sind die San Blas Inseln, ein von Kuna-Indianern selbst verwaltetes Gebiet mit
über 360 kleinen Sandstrand-Inselchen.
Als wir in Povenir landen (die Insel ist exakt so lang wie die Landebahn) können wir bereits
die Blue Sky, unser schwimmendes Heim für die nächsten Tage, vor Anker liegen sehen.
Breeze, unser Kapitän, wartet bereits mit dem Dinghy auf uns.

San_Blas San-Blas-Inselgruppe

Das Wetter ist heute windig genug zum Segeln und wir machen gute Fahrt ... wir wollen das Halbfinale
Spanien - Deutschland sehen (seit kurzem auf einer Kunainsel möglich)
Es warten bereits einige weitere fussballinteressierte "Lebenssegler", um das Spiel zu verfolgen.
Leider haben die Deutschen das Fussballspielen verlernt und Spanien gewinnt zurecht.
Dennoch gönnen wir nun den Holländern den Titel (es ist ja dann leider doch Spanien geworden).
Etwas enttäuscht begeben wir uns wieder an Board, aber die Umgebung hier lässt uns schnell vergessen.
Wir geniessen einen tollen Sonenuntergang und Knut macht dazu die passenden Sundowner.
Die mitgebrachten Limetten und der panameische Rum schmecken lecker.

Die nächsten Tage verbringen wir mit schwimmen, schnorcheln, kayaken und lesen.
Mit Einmann-Kayaks paddeln wir zu einem kleinen Inselchen und lernen ein älteres
Kunapärchen kennen. Sie sind hier für einige Tage, um die Kokospalmeninsel zu bearbeiten. Allein auf einer der anderen kleinen Inseln mit Büchern (u.a.über die Kuna) lassen Träume wahr werden.
Die einzige Sorge hier ist, dass einem keine Kokosnuss auf den Kopf fällt.

Nachts bei wolkenlosem Himmel geht als erstes immer die Venus auf ihre Reise. Wenig später bei absoluter Dunkelheit strahlt die Milchstraße wie man es bei uns im Lichtmüll nicht mehr erleben kann.
Wir hören in der letzten Nacht schon vor Isla Tigre lagernd, einen Totentanz der Insulaner (wie wir später erfahren).

Nach 5 wunderschönen Tagen auf der Blue Sky verabschieden wir uns von Debbie und Breeze und lassen uns auf der noch traditonellen Insel des Tigers absetzen.
Bei einem Spaziergang verzaubert uns das schöne Dorf und in der Schule dürfen wir einer kleinen Vorführstunde im Kunadance beiwohnen.
Am Nachmittag spielt Knut mit den Einheimischen Kuna-Teenagern Fussball.
Die Insel ist nicht sehr groß ... auf der einen Hälte stehen die einfachen aber sauberen und
geschmackvollen Hütten der Kuna, auf der anderen Seite die einfache ähnliche Cabana für uns.


Wir sind die einzigen Gäste (bis auf die Mitbewohnerin, eine Krabbe) und geniessen unsere Ruhe mit selbstgemachtem
Sundowner (Cocosnussmilch mit Rum) und einem leckeren Lobster.
Ein Bier mit neuen Kunabekannten im einzigen Restaurant beschließt den Abend.
Die Einnahmen aus dem Bewirtungsbetrieb kommen der Community zugute.

Es lockt uns ein Ausflug zum Festland. Wir besuchen auch den Kunafriedhof im Dschugel.
Jedes Grab schmückt hier ein aus Holz geschnitztes Boot, welches den Toten in den Himmel begleiten soll.

Am nächsten Morgen geht es ganz früh mit dem Buschflieger zurück nach Panama City. Auf dem Airstrip wimmelt es von Sandfliegen und wir sind froh unser Antibrumm dabei zu haben. Allerdings nehmen wir ein multiples Juckgefühl mit, welches uns die nächsten Tage begleiten wird. Moskitostiche klingen nach 1-2 Tagen ab. Die Bisse der Sandfliegen sind da leider bösartiger.

In Panama besuchen wir die Miraflores-Schleusen des Panamakanals. Prinzipiell kann man die Schleusenfunktion auch beim
Paddeln auf der Lahn wiederfinden, die riesigen Containerschiffe sind allerdings recht beindruckend.

Wir fragen uns, ob es wirklich nötig ist, in Panama City ein Glas San Pelegrino importiert aus Italien trinken zu müssen.
Ok, so far ... wenn das Wetter es zulässt, wollen wir als nächstes ins Hochland im Herzen Panamas.
Weiteres folgt ... asta luego.


Susan und Knut

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