Hola amigos,

diesmal schreiben wir bereits aus Guatemala.

Der letzte Bericht endete vor Palenque, einer kleinen Stadt, die vor allem wegen der dort im Dschungel verborgenen Maya-Ruinen bekannt ist.
Am schoensten in Palenque ist der Templo de la Cruz der ueber der gesamten Anlage herausragt.
Hier haben wir eine zeitlang verweilt und den tollen Ueberblick und die umgebende Vegetation genossen.
Nach mehrenen Stunden Besichtigung fuehrte uns der Rueckweg vorbei an einigen im Wald verborgenen Ruinen.

Von Palenque fuhren wir mit dem Bus ins Hochland von Chiapas nach San Christobal de Las Casas. Tolle Fahrt, viele Kurven und Susans entleerter Magen ... :-)
Nettes koloniales Staedtchen mit indigenen Gemeinden in der naeheren Umgebung.
Als Guide buchten wir eine deutschsprechende Mexikanerin, die uns ausfuehrlich ueber die Braeuche und Besonderheiten informieren konnte.
Hier stehen zwar noch christliche Kirchen, die aber seit jahren keinen Pfarrer mehr gesehen haben. Die Maya-Rituale haben sich durchgesetzt und mit den christlichen Braeuchen vermischt.
In der Kirche in San Juan Chamula werden beispielsweise Tiere geopfert, um Unheil und Krankheiten abzuwenden.
In einer anderen Dorfgemeinschaft (Zinacantan) konnten wir eine Familie besuchen und handgebackene Tortillas verspeisen (mittlerweile nagte auch bereits der Hunger bei Knut).

Auf der Fahrt in Richtung der Grenze zu Guatemala stiegen wir vorteilhafterweise in einen sogenannten Combi (ein Ranchero) der mit 9 Leuten vollgepackt abfuhr.
Wir haben die Grenze aber mit diesem Gefaehrt nicht erreicht.
Warum?
Bei Tempo 80 und nach einer Linkskurve verabschiedete sich die linke Hinterachse samt Rad und wir kamen nach 250 Metern gluecklich zum Stehen. Mit leicht zittrigen Knien und per Bus gings weiter.

Der Grenzort von Guatemala gleicht einer Muellhalde und im naechsten Bus (ausgediente und bunt angemalte amerikanische Schulbusse) wurde es richtig eng (deutsche Beine sind hier entschieden zu lang)!
Am gleichen Tag erreichetn wir nach einer Hoellenfahrt Huehuetenango.
Eine haessliche schmutzige Kleinstadt mitten im westlichen Hochland Guatemalas.
Am naechsten Morgen fuhren wir nach Todos Santos, eine indigene Stadt in der letzten Ecke des Chuchumatan-Gebirges (40 km in 2 1/2 Stunden durch irre Berglandschaften).
Hier haben wir einen 8 stuendigen Trek rund um Todos unternommen.
Die Tradition und Trachtenpracht der Einheimischen scheint ungetruebt aller westlichen Einfluesse erhalten geblieben zu sein.
Wir wohnten in einem echt gemuetlichen Holzverschlag eines familiaer gefuehrten Hotels. In jeder freien Minute sitzen die ansaessigen Frauen an ihren Webvorrichtungen. Die aufwaendigen Arbeiten sind einmalig.
Rund um Todos Santos koennte noch viel entdeckt werden, doch auch unsere Reisezeit ist begrenzt, so dass wir gestern nach Quetzaltenango gefahren sind, um die Besteigung des Haus-Vulkans (Santa Maria 3772m) vorzubereiten.
Morgen frueh (Geburtstag Susan) um 4.30 Uhr gehts los.
Daher verabschieden wir uns auch gleich, da wir den entsprechenden Schlaf brauchen.

Buenas noches und adios
bis bald und tschuess

Susi und Strolch
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