3. Reisebericht Indien - Sri Lanka

Agra - Taj Mahal (9.8.2003)


5:35 Uhr, der Wecker klingelt.
6:15 Uhr Unser Rikschafahrer Babu parkt und ueberlaesst uns dem groessten Liebesbeweis der Welt,
dem Taj Mahal.
Die Legende besagt, dass der Shah Sahan dieses Marmor-Mausoleum aus Liebe seiner dahin geschiedenen
Frau Mumtaz widmete. Nachdem ihn sein Sohn spaeter in den Turm des Fort's Agra sperrte,
soll er bis zu seinem Tod immer wieder sehnsuechtig zu dem Grab seiner Frau geblickt haben
(... starb allerdings an einer Ueberdosis Opium und Aphrodisiaka
und nicht an Liebeskummer, sondern in den Armen seiner Konkubinen)

Das Taj Mahal 'eine Traene im Antlitz der Ewigkeit' (Zitat: Tagore) ist ein erhabenes Gebaeude,
welches durch den weissen Marmor eine Reinheit erhaelt, die im starken Gegensatz zum restlichen (heutigen)
Indien steht.
Der Abschied faellt uns schwer, doch der Bus nach Jaipur sollte nicht ohne uns fahren.

Die Vegetation wird deutlich karger ... Jaipur - die rosarote Stadt

Eine nettes Chaos empfaengt uns.
Hier trifft man alles auf den Strassen:
Kuehe, Dromedare, Ziegen, Schweine, Vehikel jeder Art und natuerlich Menschenmassen.
Das uebliche Verkehrschaos in Indiens Grossstaedten nimmt uns in Dieselwolken gefangen.

Jaipur wurde von Jai Singh ca. 1760 systematisch geplant, sodass jedes Stadtviertel eigene
Handwerkbereiche stellt. Noch heute profitiert die Stadt davon.
Fast alle in Deutschland kaeuflichen Produkte aus Indien werden hier hergestellt oder eingekauft.
Auch wir tigern lange durch die Gassen und werden fuendig.
Wir besuchen den Palast der Winde (hat nichts mit Darmtaetigkeiten zu schaffen), das Observatorium mit riesigen Instrumenten
und Sonnenuhren und danach den Stadtpalast.
Leider bleibt keine Zeit fuer Udaipur oder andere farbige Staedte in Rajasthan.

Dehli - Sri Lanka, Colombo (13.8.2003)

Der Nachmittagsbus bringt uns nach Dehli. Der Flug beginnt um 23:45 Uhr und Colombo empfaengt uns wiedereinmal
in den fruehen Morgenstunden, diesmal im Monsun.
Wir steigen in eine Motorrikscha und lassen uns in ein Hotel fahren.
Wie wir spaeter (nach dem Regen) herausfinden am Ende der Welt.
Wir schlendern durch die Haupstadt Sri Lanka's und geniessen abends in einem 'German Restaurant'
Entenbraten und Pfeffersteak ... war nicht schlecht (Knut: Endlich wieder Bier)!

Zugfahrt nach Kandy, die Koenigsstadt

Die letzten Tickets des 7 Uhr-Express-Zuges gehen vor unserer Nase ueber den Thresen ... Pech gehabt?
Denkste ... nach einer kurzen relaxten Pause werden uns doch noch Tickets angeboten.
Cool bleiben ist alles!
Der Zug schiebt sich wie vor hundert Jahren durch eine tropische Idylle. Kleine Huetten inmitten von Palmen,
Reisfeldern, Bananenpflanzen usw. ... eine irre schoene Insel.

Kandy - Buddhas Zahn-Reliquie

Kandy begruesst uns mit einem angenehmen Klima auf 500m NN, ueberrascht dann aber mit einem Monsunguss.
Wir finden ein nettes Hotel mit Sicht ueber den See.
Im hiesigen Tempel befindet sich die heilige und maechtige Zahnreliquie Buddha's, welche jedes Jahr im Juli/August
fuer 10 Tage in Prozessionen auf Elefanten durch die Stadt getragen wird.
Kandy befindet sich dann in einem Rausch (auch woertlich zu nehmen) ... leider knapp verpasst.
Wir chartern ein Moped und machen die Gegend unsicher, statten dem botanischen Garten einen Besuch ab und
besuchen das Elefanten-Waisenhaus. Es ist ein posierlicher Anblick, wenn die kleinsten der Elefantenzoeglinge
gierig an den Milchflaschen nuckeln. Dem anschliessenden Elefantenbad im nahegelegenen Fluss wohnen wir bei, geniessen
die Natur und eine kleine Brotzeit.
Die naechsten Stunden duesen wir durch kleine Doerfer mit Reisfeldern .... ein toller Ritt und viel Dreck im Gesicht.

Das war es fuer heute. Morgen geht es in das noerdliche Hochland. Wir sind schon gespannt,
was uns Sri Lanka noch alles zu bieten hat.

Bis bald
Susi und Knut
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