Wir gruessen alle Daheimgebliebenen
und hoffen unser zweiter Bericht lockert euch ein wenig auf
(hier in Rajasthan, Agra) ist es noch waermer als in Deutschland
(40 Grad bei 90% Luftfeuchte) - moerderisch.

Ladakh - Trekking (3.August 03)
Tag 1.

Unser nepalesicher Guide Chandra

holt uns mit dem Bus ab und es geht nach Spituk, unserem Startpunkt.
Dort satteln wir 2 kleine Ponies und einen Muli mit unserem Gepaeck fuer die 4 Tage. Auf die Pferde passt unser Ponyman Manla auf (was sich als ausserst schwierig herausstellen wird).
Um 8:30 Uhr geht es dann los.
Wir folgen zuerst einer unbefestigten Strasse entlang des Indus und sind bereits um 14 Uhr am ersten Camp-Place in 3500m ueber Null.
Wir schlagen unser mitgebrachtes Zelt auf und unser Guide und Koch beginnt mit den Vorbereitungen fuer das Dinner, welches ausserst ueppig und lecker ausfaellt (4 Gaenge ... unglaublich was der Junge drauf hat).

Tag 2.
Irgendwie macht mir (Knut) trotz ausreichender Akklimatisationszeit in Leh die Hoehe zu schaffen. Ich fuehle mich schon beim Fruehstueck ausserst schwach und muss nach der ersten Stunde auf das Pferd ... jippy-yeah! Der Weg fuehrt uns durch ein Dorf, an Feldern, Weiden und Pappeln vorbei ... eine gruene Schlucht umgeben von rauhen Felsen.
Heute legen wir 800 Hoehenmeter zurueck und uebernachten auf knapp 4000m ueber Null.
Wieder 4 Gaenge und superlecker. Der Schlafsack umschliesst uns heute recht frueh.

Achja, wo sind eigentlich unsere Pferde?
Manla sieht sie spaet abends nach stundenlangem Suchen im Nachbartal mit Yacks auf einer Gruenflaeche weiden. War wohl zu wenig Gras in der Naehe ...

Tag 3 - Der Pass Stock La wartet.
Schon gestern konnten wir den Durchbruch im Bergmassiv erkennen und fragen uns, wie anstrengend der Aufstieg wird.
Knut geht es wieder etwas besser und wir kommen ganz gut voran.
Ab ca.4300m u.N. wird die Luft recht duenn ... atemberaubende Umgebung, im wahrsten Sinne.
Trotzdem begleiten uns: Braunellen, verschiedene Nelken, Lippenbluetler.
Um 11 Uhr erreichen wir den Pass (unser hoechster gemeinsam
erklommener Punkt) und geniessen die Aussicht.
Der Auftsieg gestaltete sich doch einfacher als erwartet.
Wir schlagen unser Zelt in 3800m u.N. auf und geniessen das letzte Abendmahl.
Vom Zelt aus geniessen wir die ungetruebte Sicht auf's Firmament.

Letzter Tag - Nach Stock und Leh
Nach nur 2 Stunden flachem Abstieg, zwischen wilden Rosen, sehen wir das Ende unseres Trecks, den Ort Stock.
Hier residiert die koenigliche Familie von Ladakh waehrend der Sommerzeit.
Wir statten dem Palast einen kurzen Besuch ab (einige Raeume sind als Museum zugaenglich)
und besuchen das Kloster (Gompa) vor Ort.
Um 15 Uhr sind wir wieder in Leh und freuen uns auf eine ausgiebeige Dusche (Warmwasser aus dem Eimer).
Die Altstadt ruft Susan noch einmal zu einem kleinen Bummel.

Dehli - Abenteuer Bahnhof
Verglichen mit der naechtlichen Hotelsuche in Dehli (siehe vorigen Bericht) kann man auf Dehlis Bahnhoefen wahre Abenteuer erleben.
Menschenmassen, Fliegen, Faekalien, Muell, Monsun usw. im Stelldichein.
Hier gilt das Gesetz: Der Staerkere hat Recht.
Nach dem netten Flug ueber den Himalaya von Leh nach Delhi, war die Holzbankklasse eine echte Alternative.
Aber was tut man nicht alles fuer das Taj Mahal in Agra und für eine schöne frau, die gerne mit Bahn unterwegs ist?

Agra:
Heute besuchen wir erstmal das Agra-Fort und erhaschten einen ersten Blick auf die Rueckseite des Taj.
Morgen frueh um 6 Uhr oeffnet sich die Pforte ... wir sind dabei.

Liebe Gruesse ins heisse Deutschland ...
Susi und Strolch
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