Jambo,

unser erstes Lebenszeichen senden wir aus Arusha, Tansania am Fusse des Mount Meru.
Die ersten acht Tage liegen hinter uns. Zuerst besuchen wir den Tarangire Nationalpark mit dem Jeep.
In der aktuellen Trockenzeit ist dieser Park aufgrund des Tarangire-Rivers eine relativ gruene Gegend und viele Tiere migrieren hierher.
Wir erleben viele Elefanten, Maasai-Giraffen, Steppenzebras, Impalas, Kaffernbueffel, Warzenschweine, Gnus, Strausse,
Kirk-Dikdik's ... alles relativ hautnah.
Knut's kurzer Abstecher auf das WC fuehrt zu einer Attacke auf das Lunchpaket durch die ansaessige Paviantruppe.
Susan, in Literatur vertieft, kann sich nicht zur Wehr setzen.

Sehr eindrucksvoll - gespenstig fast wirken die vielen Baobabs (Affenbrotbaeume), die zur Zeit unbelaubt sind
und das Bild dieses Nationalparks praegen.

Wir uebernachten in der schoenen Tarangire-Safari-Lodge ueber dem Fluss gelegen ... ein herrlicher Blick.

Der naechste Morgen startet mit einem Game-Drive durch den Park und wir brechen anschliessend zum Ngorongoro NP auf.
In Mto Wa Mbu treffen wir unseren Koch Winna, der uns mit unserem Fahrer Silvano die naechsten Tage begleiten wird.

Ngorongoro Nationalpark
Der erste Blick in den Krater ist gigantisch. Eine Schüssel von etwa 20x16 km. Wieder muessen wir unser Lunch verteidigen ... diesmal gegen herabstuerzende Milane.
Noch am selben Tag treffen wir neben alten Bekannten im Krater auf Thomson-Gazellen, Hyaenen, Grant-Gazellen, Flusspferde,
Loewen und Flamingos.
Einen weiteren Angriff auf unsere Nahrungsvorraete erfolgt nachts ... den im Zelt befindlichen Aepfeln kann ein Warzenschwein wohl nicht widerstehen und hinterlaesst seine Spuren an der Zeltwand. Wir sitzen im Zelt und staunen über das Gezerre an unserer Unterkunkft.

Bei unserem zweiten Gamedrive im Ngorongoro-Krater sehen wir eines der 13 verbliebenen Nashoerner sowie ein weiteres grosses Loewenrudel. Die riesige Caldera erscheint uns wie ein Zoo ... hier sind allerdings die Besucher hinter Gitterstaeben bzw. in den Overlandern unterwegs.

Trecking im Ngorongoro Hochland
Nachmittags machen wir uns auf den Weg zum Startpunkt unserer Trecking-Safari, die in einer kleinen Maasai-Siedlung mit dem Namen Nainokanoka beginnt.
Noch am selben Abend besteigen wir den kleineren Vulkan mit dem Namen Olmoti und geniessen den Blick ueber diese aussergewoehnliche Gegend, dem Rift Valley.
Nach einem netten Plausch am Lagerfeuer mit einheimischen Maasai geniessen wir das leckere Abendessen im Zelt, da es kurz zu regnen beginnt.
Am naechsten Tag fahren wir zum Startpunkt unseres Trecks und treffen hier eine fitte und nette Familie aus Belgien (Johann, Monique, Tine und Wilhelm), die uns die naechsten Tage begleiten.

Zuerst erwandern wir den Rand des Vulkans Empakai und machen einen kurzen Abstecher zum natronhaltigen Kratersee wo wir auf Flamingos, Paviane und Diademmeerkatzen treffen.

Am Empakai-See
Da wir am naechsten Tag einen langen Weg vor uns haben, freuen wir uns am Lagerfeuer nach einem Bier auf die kuscheligen Schlafsaecke.
Vom Empakai geht es weiter ins Rift Valley durch die Maasai-Steppe und machen Halt in der Maasai-Gemeinde Naiyobi.
Hier ist gerade Markttag ... die Maenner handeln mit Tieren ... die Frauen mit Mais, Schmuck und Stoffen.
Unbeschreibliche Eindruecke einer fremden Welt nehmen wir mit.
Auf dem weiteren Weg besuchen wir einen Kindergarten ... wo normalerweise Ziegen hausen wird hier Unterricht gehalten.
Wir duerfen kurz am Unterricht teilhaben und geniessen die Nationalhymne Tansanias.
Diese Momente werden wir wohl nie vergessen.

Out of Afica - unsere Campsite an diesem Abend ist wie aus einem Hollywood-Streifen entnommen:

Zelten out of Afrcia
Schirm- und Fieberakazien praegen die bergige Landschaft und wir duerfen einen fantastischen Sonnenuntergang geniessen. Die jungen Massai sind neugierig stellen sich an die Zelte und sehen uns zu. Dann beginnen Sie ihren typischen Singtanz ... vermutlich sind wir nicht die Ersten, die hier rasten und Sie erhoffen sich ein kleines Trinkgeld? Dieser Frage sind wir aber nicht auf den Grund gegangen.

Am naechsten Morgen koennen wir einen genaueren Blick auf den Ol Doinyo Lengai geniessen oder vielmehr unsere naechste Herausforderung erahnen. 

Lengai - heiliger Berg der Massai lengai

Dieser aktive Vulkan steht wie im Bilderbuch erhaben ueber der Ebene.
Die Maasai glauben dort ihren Gott beheimatet zu wissen.

Durch die sengende Glut des Rift Valley erreichen wir unseren Jeep und fahren in das Camp in der Naehe des Lake Natron. Die Vorbereitungen für den Vulkanaufstieg werden getroffen.

Lengai-Besteigung
23:30 Uhr: Aufstehen
00:00 Uhr: Abfahrt zum Startpunkt
00:30 Uhr: Beginn des Aufstiegs (1600 Hoehenmeter stehen uns bevor), extrem steil, teiweise klettern, hart aber machbar.
05:15 Uhr: Ankunft am Kraterrand (2700 m)
06:30 Uhr: Sonnenaufgang - wir erleben eine grandiose Mondlandschaft mit aktiven Kegeln.
Es stinkt nach Schwefelgasen und wir koennen die weisse Lava begutachten. Im Morgengrauen wird eine unwirkliche Umgebung deutlich. Sogenannte Kones, die wie rauchende Zipfelmützen aus dem erkalteten Lava bis zu 4 Meter emporschauen und dann die Sonne am Horizont mit einem unglaublichen Blick über den Rand der Calderaplatte ins Rift-Valley. WOW!
07:30 Uhr: Abstieg ... und was fuer einer!
Die naechsten 3,5 Stunden sind die haertesten Meter bergab, die wir bislang hinter uns gebracht haben.
Weitere Info's zur Besteigung:
http://www.reise-notizen.de/forum/viewtopic.php?t=291

Auf dem Gipfel des Lengai Der Einstieg zum Abstieg

Noch am selben Tag besuchten wir kurz den Lake Natron und brechen zum Manyara NP auf.
Abends gehen wir mit unserem Team (Silvano und Winna) zum African Barbecue aus. Wir können nicht erkennen, daß hier gezielte Stücke ausgewählt werden. Es erscheint so, als würden die Tansanier das Fleisch einfach so aus dem Tier zu schneiden.

Beim Gamedrive durch den Lake Manyara NP treffen wir diesmal auf Land-Hippos, da ihnen scheinbar das Wasser zu kalt wurde.
Der wasserreiche Park bietet vielen Vögeln Schutzraum, auch einige unserer Zugvögel machen hier Halt.

Nach unserem heutigen Ruhetag wartet der Kilimanjaro ... hofft für uns das Beste!

Susan und Knut

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