Ola Freunde,

nun, bereits fast 4 Wochen nach unserer Rückkehr der vierte abschließende Bericht.

Zuletzt berichteten wir aus Sao Luis.

Unser nächstes Ziel ist der Nationalpark Lençois Maranhenses.

Eine riesige Dünenlandschaft im Norden Brasiliens.
Telefonisch machten wir die Busfahrt nach Barreirinhas klar. Angekommen organisieren wir schnell ein Speedboot und fliegen in 45 Minuten den Rio Preguica nach Caburé, einer kleinen Ansammlung von Poussadas im Fluß-Delta. Wir spazieren den Strand entlang und finden viele angespülte Fische ... scheinbar macht ihnen das in das Meer fließende Süßwasser Probleme. So hoffen wir zumindest.
Am nächsten Morgen organisieren wir wieder ein Speedboot und fahren durch das Delta in das kleine Fischerdorf Atins und besteigen den hier herausragenden Leuchtturm. Der Blick in Richtung des Nationalparks bringt keine Erleuchtung, allerdings ist der Blick in Richtung Meer den Aufstieg wert.
Wieder in Barreirinhas angekommen suchen wir eine Poussada und organisieren einen Trip in den Nationalpark. Mit dem Jeep geht es über eine urige Fähre (diese wir von einem Boot angestoßen über den Fluß gebracht) und viele sandige Sträßchen mit metertiefen Pfützen in den Park.
Dort springen wir barfüßig in den Sand und laufen wenige hundert Meter bis zur ersten blauen Süßwasserlagune. Die Gegend ist beeindruckend. Eine Wüstenlandschaft mit blauen Seen. Die brasilianischen Urlauber lassen sich, wie üblich hundertfach fotografieren, machen eine Menge Krach und genießen das Leben völlig ungehemmt. Einige Juppies planschen im Wasser und lassen sich von einem dunkelhäutigen 'Boy' Biere ins Nass reichen.
Wir genießen ebenfalls das Wasser ... eine tolle Sache mitten im hellen weißen und heißen Sand.

Jericoacoara:
Nach zwei Tagen Fahrt mit Bussen und per Jeep kommen wir endlich in Jeri an. Eine touristisch ausgebaute ehemalige Hippiegemeinde ... aber dennoch erholsam und ruhig. Hier spannen wir das erste mal richtig aus, lesen, wandern, relaxen, essen und genießen abends am Strand leckere Cocktails. Jeri ist immer noch empfehlenswert.
Drei Tage Müßiggang sind genug und es zieht uns weiter. Weitere Strände nordöstlich von Fortaleza warten auf uns. Wir nehmen den Frühbus nach Fortaleza und leihen uns für die nächsten Tage einen VW GOL mit Klimaanlage direkt am Flughafen aus.
Da wir im Anschluss von hier nach Rio fliegen, sind wir so die nächsten Tage vollkommen flexibel. Da in Deutschland jeder Flug im Voraus gebucht wurde, genießen wir diese 'Freiheit'.

- Praia Laghonia
Wir finden die schön gelegene Poussada La Dune. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick über die sichelförmige Bucht und den schönen Strand. An der nahegelegenen Düne sind tolle Sonnenuntergänge zu beobachten.
Am Strand stehen am nächsten Tag Buggies und Quads zur Vermietung bereit. Da es die Buggies nur mit Fahrer, gibt entscheiden wir uns für eine Tour mit dem Quad ... macht Spaß. Es gibt einige Möglichkeiten die Dünen zu kreuzen bzw. an einen im landesinneren gelegenen See zu fahren.
Die nächsten Tage verbringen wir mit Tagesausflügen zu weiteren Stränden mit dem Mietwagen bzw. spazieren den Strand entlang.

Leckeres bras. Rind und Meeresgetier verwöhnen den Gaumen und auch die Leber wird aufgrund der Caipies nicht arbeitslos.

TIPP: Kiter finden hier den besten Platz im Guesthouse Villa Lagoinha ... geführt von einem sympathischen schweizer Kiterpaar. Neue Zimmer, toller Blick gute Infos: http://brazil-kitesurf.com/

- Rio de Janeiro:

Nach den Strandtagen geht es zum Abschluss unserer Reise zur wohl am schönsten gelegenen Stadt, die wir bislang gesehen haben - Rio de Janeiro.
Unser Hotel liegt ziemlich genau zwischen der Copa und Ipanema mit toller Sicht vom Dach.

Rio-Innenstadt:
Am nächsten Morgen schnappen wir uns ein Taxi und besuchen den Corcovado. Die Fahrt führt an den Bergregenwald befangenen Felsen entlang. Oben angekommen: Tolles Wetter - toller Blick.
Der sympathische Taxidriver wartet und wir fahren zusammen in die Innenstadt, genehmigen uns zusammen einen leckeren Cafe und machen eine kleine Stadttour.
Knut findet eine günstige, hervorragend klingende und leicht spielbare Gitarre zu einem für Europa unschlagbaren Preis. Mit Klampfe im Gepäck geht es weiter auf den

Zuckerhut:
Mit zwei Gondeln geht es auf den wohl exponiertesten Aussichtspunkt Rios. Wir wollen einen kleinen Heli-Rundflug buchen, doch irgendwie klappt die Organisation überhaupt nicht und wir müssen darauf verzichten. Dennoch erleben wir einen tollen Sonnenuntergang mit Blick auf Rio.

Abendessen bei Marius, Av. Atlantica - Leme: http://www.marius.com.br/2009/
Wir haben aus Deutschland einen Gutschein für die beste Degustare in Rio mitbekommen, auf die wir uns nun schon freuen.
Brasilianische Küche, Meeresfrüchte, riesiges Buffet, Steakhouse alles vom Feinsten in einer lustigen Umgebung. Sehr empfehlenswert (aber nicht günstig)!

- Rückflug nach Frankfurt
Hat alles problemlos geklappt

Fazit:

Ein großes Land mit vielen unterschiedlichen Regionen und Naturvarianten.
Das Pantanal sollte auf alle Fälle besucht werden. Der Amazonas um Manaos ist nicht mehr allzu urtümlich (keine Überständer mehr). Wer in den Regenwald möchte, sollte ein par Tage mehr planen und tiefer vordringen.
Jericoacoara ist immer noch ein paar Tage wert.
Essen: Das Rindfleisch schmeckt einfach besser als in Europa. Ansonsten gibt es alles, was das Herz begehrt.
Die Menschen sind durchweg freundlich.
War ein toller Urlaub und wir haben uns gefreut unseren Freund Eric wieder zu treffen.
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