Hallo aus der Karibik,

da wir um 4:15 Uhr bereits mit dem Taxi in Granada starten, erreichen wir den
ersten Flug von Managua auf die Corn Islands und sind zum Frühstück pünktlich am Strand.
Die einmotorige Maschine landet sicher auf der größeren der beiden
Inseln mit dem Namen Big Corn Island oder auch Isla del Maiz.
Mal wieder ein wirkliches Flugerlebnis mit so einem kleinen Flieger.
Mit uns kommen noch 7 weitere Reisende an. Es gibt 3 Flüge am Tag.
Woher der Inselname kommt ist uns noch unklar, denn Mais finden wir bislang nur als Maisbrot wieder.
Den ersten Tag verbringen wir auf Big Corn, genießen den Strand vom Picnic Center und spazieren etwas.
Bereits um 9:30 Uhr sind wir im Wasser und lassen den Strandtag abends mit lecker Seafood ausklingen.

Die kleinere Insel Little Corn ohne Autos und Stress lockt uns mit einer tollen
Unterwasserwelt, so dass wir am zweiten Tag zur Little Corn aufbrechen. Die 25 minütige
Überfahrt gestaltet sich entweder holprig (wer vorne sitzt) oder relativ feucht (auf den hinteren Plätzen).
Unser kleiner Regenschirm ist mal wieder ein echter Helfer und bietet Schutz. (Susan: Übelkeit :-( ...)
Für den nächsten Tag machen wir nach 4 Jahren Tauchpause einen Refresher-Kurs mit anschließendem Tauchgang.
Am Tauchspot Johns Garden am Korallenriff sehen wir Langusten, Schulen vieler kleiner Fische, eine Möräne,
einen Stachelrochen und diverse Korallen. Empehlenswert. Guter Tauchlehrer.
Nach dem Tauchvormittag, alles in allem gute 6 Stunden, sind wir beide wie gerädert und Knut spürt eine Erkältung aufkommen.
Am Abend sitzen wir noch mit einigen Amerikanern bei einem Beachboy (Dennis) in der Hütte und essen sein selbstgekochtes
Rondown, eine Art Eintopf-Mischspeise mit Kingfisch, Kochbananen, Yuka, Langustenköpfen und dazu trinken wir Coco Locko
(Kokossaft und Rum). Es schmeckt ok, für uns etwas wenig gewürzt, eine wohl typische Inselspeise.
Am folgenden Mittwoch gehen wir es gemütlich an, so wie die Insulaner es vorleben. Auf ein Frühstück wartet man mal schon
fast eine Stunde. Aber immerhin mit Fruchtsalat, der sonst eher kaum erhältlich ist. Knut kämpft mit Schnupfen.
Tauchen ist nicht angesagt. Wir erkunden die Insel in nördliche Richtung und treffen im Inselinneren auf Frank, der sich
ungefragt zu unserem Guide erklärt.

Er zeigt uns ein Landstück, das er für einen Amerikaner bewirtschaftet. Wir kosten Mangos und Guaven. Auf der Insel wachsen auch Limonen- und Avocadobäume.
Im Norden und Nordosten treffen wir auf wilde Traumstrände und einige Holz-Strohhütten mit Robinsonfeeling.

Nachmittagssonne, Meeresbriese, Palmen, Sandstrand, Hängematten, ein gutes Buch, ein kühles Blondes (Knut:-)) - ein
entspannter Wandertag mit Zwischenstopp. Und am Abend? Natürlich Languste und Shrimps gegrillt, beim "Cubaner in Nicaragua", einfach lecker.
Die nächsten Tage erkunden wir weitere Inselteile (dabei treffen wir im Süden auf die schweinezucht der Insel), kurieren den
Schnupfen und lesen, lesen ...und lassen einfach mal die Seele baumeln.
Samstag 7.20Uhr - das Boot setzt uns fast trocken auf Big Corn ab (vordere Plätze ... wir sind ja lernfähig).
8.00Uhr geht der Flug, mit überraschendem Zwischenstopp an der Ostküste, in Bluefields.
2 Starts, 2 Landungen, diesmal haben wir aber wenigsten eine zweimotorige Maschine in der knapp 30 Leute Platz finden.
Die lockere Bewölkung verschafft Blicke auf dünn besiedeltes, leicht hügeliges Land und einige große braune Flussarme,
die das Gebiet durchziehen.
Später tauchen die großen Seen und die Vulkankette auf. Der Flieger setzt über Managuas Hüttenmeer zur Landung an.
Mittlerweile befinden wir uns bereits in Leon ... darüber das nächste mal mehr.

Liebe Grüße
Susan und Knut

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