In der Nähe von Cahuita sollen noch indigene Dorfgemeinschaften existieren.
Wir brechen mit dem Ziel auf, irgend etwas über sie in Erfahrug zu bringen.
Es regnet heftig. Der Vierradantrieb macht sich bezahlt. Wir durchfahren auf
dem Weg zu den Bribri einige kleine Flüsschen.

Bei einer Frauengruppe, die Schokolade produzieren, machen wir einen Stop und wohnen einer für uns unangehmen Missionierung, vermutlich einer amerikanischen christlichen Sekte, bei.
Die indigenen Frauen werfen sich merkwürige Blicke zu und schmunzeln.
So können auch wir darüber lachen und freuen uns auf die angebotenen Süßigkeiten ... DDR-Schokolade
lässt grüßen. Bei einer kleinen Irrfahrt aufgrund des Navigatonssystems folgen wir einem kleinen Waldweg.
Da wenden unmöglich ist, fahren wir bis zum bitteren Ende und treffen dort auf eine Gruppe californischer Studenten,
die mitten in der Pampa eine Schule für die Bribri bauen, die in unmittelbarer Umgebug leben.
Der Dorfälteste macht den Gringos einen Besuch und schüttelt Knut die Hand. Nette Menschen hier.
In Porto Vieljo de Talamanca verbringen wir einen leckeren Abend bei Red Snapper und einigen Caipies.
Ohne einen Ortskundigen treffen wir keine weitere Gemeinschaft der Bribri ... wir wollen aber nirgendwo eindringen und fahren zurück
nach Cahuita.

Die Fahrt ins Blaue

Wir verlassen die Karibikküste Richtung Inland ... Natur ist angesagt.
Ohne eigentlichen Plan und Ziel landen wir nach einer holprigen Fahrt mitten im Nirgendwo bzw.
in einer privaten Schutzzone neben dem Nationalpark Braulio Carillio ... dort wollten wir ungefähr hin.

Die Famillie Pendras hat hier am Mirador Pendras ein kleines Refugium aufgebaut ...
welches nur den Costa Ricanern bekannt ist (hier ein Link mit weiteren Bildern und Ortsangabe in Google-Maps.)
Email: miradorprendas(at)gmail.com, Tel. 506 22003287.Slideshow

Nach dem Einchecken, machen wir uns gleich auf, die Umgebung zu untersuchen.
Im nahegelegenen Waldstück treffen wir auf Spidermonkeys, diverse Wildhuhnarten, Bullameisen,
die fast so groß sind wie ein Fingernagel, Tukane, Papageien uvm.

Neben der umliegenden Natur gibt es auch eine sogenannte Canopy-Tour
(das sind Seilbahnen, an denen man hängend über kleine Schluchten fliegen kann).
Knut lässt es sich nicht nehmen, die sechs Kabel zu befahren.

Auf dem weg zum Vulkan Poas

Wir entscheiden uns, weiter zu fahren. Eventuell können wir im Krater des Poas einige schöne Eindrücke gewinnen
und beschließen auf dem vermeintlich landschaftlich schöneren Weg dorthin zu kommen.
Wir wissen zwar, dass es im Januar ein Erdbeben gab, wissen aber nicht wo und was genau passiert ist.
Das wird uns langsam im weiteren Verlauf des Weges klar.
Unsere Straße ist teilweise abgebrochen, überall wird die Strecke repariert.

Ganze Hänge mit Häusern sind abgerutscht bzw. komplett zerstört.
Wir fahren weiter, der vulkan ist in sichtweite, bis uns klar wird: Hier gibt es kein Weiterkommen.

Knut versucht zwar den steilen matschigen tief ausgefahrenen Hang zu erklimmen,
die Bodenfreihet reicht aber nicht aus und bevor wir hier steckenbleben, drehen wir lieber um.
Auf dem Rückweg nehmen wir zwei Arbeiter mit, die uns erzählen, dass bei dem Erdbeben 30 Menschen umgekommen sind.
Wir setzen sie nach 20 Minuten fahrt ab ... die Strecke nehmen sie jeden Tag zu Fuß ... hin und zurück zu Fuss mehr als
eine Stunde bergauf und bergab. Respekt!
Wir disponieren wieder einmal um und besuchen den aktiven Vulkan Arenal am gleichnamigen See. Die Strecke führt
durch riesige Anbaugebiete verschiedener tropischer Früchte. Papayas, Ananas und Bananen mit Sicherheit auch für
den deutschen Markt lassen kaum noch Platz für Regenwald.

Vulkan Arenal - eventuell mit Lavablick

Wir kommen spät an und stellen fest, dass unsere Reservierung für den folgenden Tag in der Arenal Observatory Lodge
nicht erfolgreich war. Aber wir finden trotzdem noch eine Unterkunft mit Blick vom Bett auf den Arenal, der ständig aktiv ist und
dessen Lavaströme nachts zu sehen sind ... sofern Wolken den Blick nicht verhindern.
So ergeht es uns bislang. Tiefe Wolken verwehren den Blick, es regnet bis zum nächsten morgen.
Mal sehen, wie uns das Wetter heute und morgen mitspielt ... eine weitere Nacht werden wir hier noch bleiben und danach
den Mietwagen abgeben, um mit dem Bus Nicaragua zu erreichen.

Bis dahin
Susan und Knut

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