4. Reisebericht Camiguin - Cebu - Manila

Der letzte Bericht endet auf der Insel Camiguin.
Die kleine Propellermaschine bringt uns nach Cebu, eigentlich auf die davor gelagerte kleinere Insel Mactan mit dem auch
internationalen Flughafen von Cebu-City. Wir wissen noch nicht, wo wir unterkommen wollen.

Die Küste von Mactan ist tourisisch entwickelt und sieht aus der Vogelperspektive schlimm aus. Hotelburgen mit künstlich aufgeschüttetem Sand schrecken uns endgültig ab.
Aber wir haben nur noch 4 Tage dann geht es nach Manila. So entscheiden wir uns für die Insel Olango, noch ein wenig vor
Mactan gelegen.

Insel Olango
Über Unterkünfte auf dieser Vogelschutzinsel fehlen uns jegliche Informationen. Aber vom Flieger aus waren ein paar nette
Strandabschnitte zu sehen. Wir hoffen das Beste und werden nicht enttäuscht. Nach einem kurzem Übersetzen landen wir schnell
im Resort Abalone - Beach (nach einer Muschel, leider auch Delikatesse, benannt), gerade neu von Norwegern und der
Dorfgemeinschaft eröffnet.
Wir erkunden noch kurz die nähere Umgebung, springen auf auf ein Tricycle auf, das in Richtung Vogelschutzgebiet und
Informationzentrum fährt. Ein heftiger Regenguss macht eine Exkursion unmöglich. Im Gespräch mit den
Rangern aber erfahren wir, dass sich rund um Olango auch Meeresschildkröten aufhalten. Sicher ideale Nahrungsplätze, da sich
hier viel Seegras befindet. Niststrände allerdings gibt nicht.
Begeistert berichten die Ranger von ihrer besten Aktion zum Schutz der Seaturtles, die Festnahme koreanischer Gastätteninhaber
auf Olango. Diese Truppe hatte wohl mehrere Tiere in Gefangenschaft und auf Kundenwunsch gab es dann Schilkrötensuppe.   
So landeten sie mal kurz hinter Gittern -bravo. Auf den Philippinen ist das unter Strafe verboten und die Ranger mal nicht
korrupt. Wir sind sehr erfreut sie als Freunde dieser Spezies kennengelernt zu haben.
Auf der weiteren Erkundung der Insel treffen wir auf Olango-Bonita, eine Travellerunterkunft von Erich, einem Deutschen.
Wir machen einen kurzen Stopp zur Erfrischung und treffen das Urgestein und seine philippinische Frau. Es gibt 3 ganz nette
Räume bei ihm, aber umziehen werden wir nicht mehr. Aber er will uns seine Farm zeigen und im Watt bzw. bei niedrigem
Tidenstand waten... und falls vorhanden, Vögel beobachten.
Außerdem wie er sagt, kann seine Frau gut kochen.


Am nächsten Morgen, mit einem "eigenen Moped" verunsichern wir erneut die Insel. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und
winken überall fröhlich. Tanken wie immer literweise, aus der Colaflasche.
Am Ende landen wir natürlich bei Erich. Er freut sich sehr, in uns gute Zuhörer und wie er selbst sagt kultivierte
Gesprächspartner zu finden. Wir starten zu einer (unerwartet) mehrstündigen Begehung der umliegenden Dorfgemeinschaft und
seiner Farm. Zeit spielt für Erich keine Rolle. Der frühpensionierte ehemalige Grundschullehrer hat viele Geschichten zu
erzählen. In den letzten 1 1/2 Jahren lebt er ausschließlich auf dieser Insel und bearbeitet seine Farm. Er baut verschiedene
Gemüse, Papayas und Bananen an, hält mehrere Ziegen und verbringt die Nächte vorrangig dort in seinem Baumhaus. Ein
eigenwilliger, schräger und netter Kauz (das haben wir ihm auch so gesagt, aber im positivem). Da es bei der Rückkehr schon
spät ist, bleiben wir gleich zum Abendessen. Auberginen gebraten, von der Farm natürlich mit Suppe. Lecker.
Dessert: Papaya von Erich selbst gehegt.

Die norwegischen Besitzer unseres Resorts sind selbst gerade zum Urlaub hier. Tolle Menschen Jörn und Greta. Nette
Gesprächsabende mit den beiden und Billard mit den Dorfbewohnern gehören zum Abendprogramm.
Am nächsten Tag waten wir mit Erich durch die Mangroven und erreichen eine kleine Insel im Wattbereich. Ein paar
Silberrreiher und Sandpieper sind anzutreffen. Die Menge der aus der Tundra aus Japan und China kommenden Zugvögel nimmt
nach Erichs Beobachtungen dramatisch ab. Und wie schon erwähnt, auf den Visayas haben wir wenige Vogelarten überhaupt zu
Gesicht bekommen.

Cebu City

Die letzte Nacht verbringen wir in Cebu-City und finden im Montebello Villa Hotel eine ruhige Unterkunft.
Ein Bummel im schönen Ayala-Einkaufszentrum und lecker Essen beim Inder ... so können wir Cebu in guter Erinnerung behalten.

Manila

Wieder checken wir im durchschnittlichen Manila Airport Hotel ein, daß uns durch seine Lage überzeugt. Vor allem dann,
wenn man sehr früh bei der teilwiese chaotischen Verkehrssituation in Manila seinen Flug erreichen möchte.
Nach dem netten Ausflug im Einkaufzentrum Cebu Cities geniessen wir vor dem Flug nach Peking einen netten Abend in einer der vielen Shopping Malls.
Vor dem Flug nach Peking genießen wir noch einmal das philippinische Treiben.

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