1. Reisebericht: Deutschland - Österreich (Heiterwang, Ötztal) - Italien (Timmelsjoch, Jaufenpass) - Österreich (Fahrt nach Slovenien)

Auf geht's

Etwas verspätet an diesem Sonntag starten wir mit unserem umgebauten "Minicamper" gen Süden.

Opel Combo mit Liegefunktion

Im letzten Skiurlaub hat uns das Ötztal gut gefallen und diese Umgebung wollen wir auch endlich einmal im Sommer erleben.
Zudem konnten wir auf dem Rückweg aus diesem Winterurlaub über Füssen und Kaufbeuren Schloss Neuschwanstein und Schwangau aus der Ferne, vom anderen Ufer des Forggensees durch angestrahltes Licht als kleine Glanzpunkte bewundern ... also machen wir hier einen kurzen Abstecher ... gerade Schwangau liegt sehr schön oberhalb eines klaren blauen Sees.
Wir bewundern die beiden Schlösser aus der Froschperspektive - märchenhaft also und ziehen weiter nach Österreich.

 Schwangau Schwanstein

Unsere erste Station ist Heiterwang und wir kommen beim Sunnawirt unter. Es wird außerdem allmählich dunkel, für heute reicht es. Die ersten 430 Kilometer liegen hinter uns.
Kuschelige Apartments für faires Geld ... auch die Forelle ist empfehlenswert.

Heiterwang Heiterwang - Sumawirt

Der Wirt begleitet seine Gäste übrigens gerne auf die Zugspitze doch uns zieht es mit zwei Wanderbüchern ins Ötztal.
Die Zugspitze ist sicher irgendwann mal dran ... Wir kommen bestimmt noch mal wieder.

Ötztal
Das Wetter ist uns gut gesonnen, so dass wir in Gries, einem kleinen Seitental des Ötztals am selben Tag noch zur Aufwärmtour zur Amberger Hütte laufen können. Eine machbare Halbtagestour mit 570 Höhenmetern und schönem Blick im Sonnenschein bei Kaltgetränken und Cappuccino ... so kann unser Urlaub beginnen! Viele liebliche kleine Alpenpflänzchen säumen unseren Weg. Altbekanntes und Fremdartiges.

Wanderung Gries/Ötztal Wanderung Gries/Ötztal

Wir übernachten in Sölden in der Hotelpension Garni Fiegl ... wieder zum akzeptablen Preis - Leistungsverhältnis inkl. Saunagang und Ötztal - Premiumcard (ermöglicht Fahrten mit den Bergbahnen und vieles mehr). Nettes neues Apartment.
Das Abendmahl im Haus Hubertus lässt den Tag kulinarisch ausklingen (unbedingt das Wildedelragout ausprobieren!).

Am Morgen, nach dem Spitzenfrühstück schauen wir etwas skeptisch in den Himmel, doch der Talnebel lichtet sich gemächlich.
Die Gaislachbahn schwingt uns, Dank Premiumcard kostenfrei, in Windeseile auf den Dreitausender Gaislachkogel und wir genießen die teilweise freien Blicke in die sich spontan bildenden Wolkenlöcher über die bekannte Skiregion.
Vieles erscheint ganz anders als im Winter. Die Orientierung und Sicht sind jetzt besser möglich, als im weißen Schneemantel.
Die geplante Tour von der Mittelstation über den Gaislacher See lassen wir bei dem Nebel aber aus und entschließen uns für eine Runde in Obergurgl. Diese Entscheidung stellt sich als gute Wahl heraus.
Vom Dorfplatz aus marschieren wir zur Bergbahn "Hohe Mut" und genießen auf dem Gipfel den wunderschönen wolkenfreien Blick.
Während der Gondelfahrt sehen wir unser erstes Murmeltier über die Steine kraxeln.



Von der Mittelstation aus erwandern wir uns anschließend die Schönwieshütte (fast ein Spaziergang) und gehen dann über den Rotmooswasserfall auf dem wunderschönen, sich schlängelnden Weg durch einen Zirpenwald, vorbei an einem kleinen
Hochmoor mit der Orchideenart (wahrscheinlich ein Knabenkraut) zurück nach Obergurgl. Als Regenwolken aufziehen, nehmen wir den Schlenker aber wieder zurück zur Mittelstation und entkommen so dem ärgsten Nass.

 Bei der Schönwieshütte Bei der Schönwieshütte Bei der Schönwieshütte Orchidee im Moor bei Obergurgl

Übers Timmelsjoch nach Italien
Der schroffe Timmelsjochpass mit 2500m üNN soll uns heute noch nach Italien bringen und irgendwie scheint es Richtung Südtirol auch sonniger und milder zu sein. Wieder eine kluge "Wetterentscheidung".



Uns erwartet eine spannende Fahrt vorbei an vegetationslosen steinigen Hängen, über Serpentinen mit Blicken in ferne Bergtäler ... ein wirkliches Erlebnis! Das sich anschließende Passeiertal ist sehr lieblich.
Der folgende Jaufenpass bei etwa 2000 müNN bringt uns eher zufällig zur nächsten Bleibe.
Ein Gasthaus an der Passstraße ... hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Alles im Stil der 60'er ... die Betten sind durch aber wir fühlen uns wie Zeitreisende.
Essen: Klassisch Südtirol. Wir starten mit Spinatknödeln und danach gibt es Gulasch.
Nach dieser Nacht in Omis und Opis Stube möchten wir die slowenischen Alpen sehen - die Julischen Alpen.



Die Strecke aus dem Eisacktal über Bruneck - Lienz - Bovec ist wunderschön. Hallo Pustertal, Grüße ins Ahrntal
Die schroffen Dolomiten streifen wir südlich. Im Wesentlichen entlang der Drau. Das Navi will nicht immer wie wir.
Kaum Verkehr, relaxtes Cruisen mit dem Hundefänger, schöne Zwischenstopps und dann endlich erstrahlen sie - die weisen Karstberge der Julischen Alpen.

Weiter geht es mit dem nächsten Bereicht aus Slowenien!

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