Gruesse vom Mekong

Seit unserem letzten Bericht aus Bangkok sind wir ueber den Norden Thailands in den nordoestlichen Teil des Landes, an die laotische Grenze vorgedrungen.
Als Nachtrag zum letzten Beitrag aus Bangkok ist der Besuch des Koenigspalastes und des Tempels Wat Phra Keo zu erwaehnen.
Alles sehr prunkvoll und guelden, vielleicht fuer unseren Geschmack ein wenig kitschig.

Die Ruinen der alten Koenigsstadt Sukothai warten bereits. Wir radeln zwischen alten parkaehnlich angelegten Ruinen, der Wiege Thailands.
Ein heisser Tag mit wirklich interessanten Eindruecken ... Erinnerungen an Polonnaruwa (Sri Lanka) werden wach.
Gutgelaunt sitzen wir am naechsten Tag im Bus nach Chiang Mai. Im netten Kanjana Restaurant und leckeren Thai-Essen,
buchen wir kurzfristig den dort angebotenen Kochkurs.
Das Menue sieht neben der bekannten Tom Yam (Kokosnuss-Suppe), gruenes und rotes Curry vor.
Als Desert gibt es gebratene Bananen. 3 Stunden zwischen Moerser und Wok dann lecker lecker ...
Allabendlich locken Cocktails und der groesste Nachtmarkt Thailands.

Mit einer Enduro cruisen wir am naechsten Tag durch die Berge nordoestlich von Chiang Mai.
Auf kurvigen Mopedpisten vorbei an Bauern, die ihre Reisfelder bestellen, an Kohl- und Karottenfeldern und Viehhirten.
Ein Abstecher fuehrt uns in ein kleines Dorf der Hmong-Hill-Tribes (Bergvoelker).

3 Tages-Treck - nahe der Grenze zu Myanmar (Pai) mit der Tour des Chiang Mai Garden Guesthouses (30.7. - 1.8.)

Nach drei Stunden Fahrt in einem Songthaew (Pickup mit Dach), ueberwinden wir per pedes einige Hoehenmeter und gelangen
zu einem beschaulichen Wasserfall, Bad und Dusche inklusive.
Zwei weitere Stunden Fussmarsch durch gruenes Getuemmel bringen uns zu unserer ersten Schlafstelle, einem Dorf des Bergvolkes der Karen.
Unseren Weg kreuzen Kaefer, Schmetterlinge und endlich mal eine Schlange.
Dank unseres Guides Charan fuehlen wir uns willkommen und nicht als Eindringlinge im Leben der netten und eher zurueckgezogenen Menschen.
Ein lustiger und geselliger Abend bei Kerzenschein (6 Englaender, 4 Deutsche und 12 Huelsen Gerstensaft) machen Lust auf den gemeinsamen Schlafraum.

Tag 2:
Etwas wehmuetig verlassen wir das idyllische Karendorf mit seinen Holzhuetten, Reisfeldern, Pomelobaeumen und Haustieren jeder Art.
Nach zweieinhalb Stunden bergauf und bergab, folgt der Ritt im stroemenden Regen etwas unbequem auf dem Ruecken von Elefanten flussabwarts im Wasser des Mae Taeng.
Mit einer Rutschpartie im Schlamm landet unsere Truppe in einem Dorf des Lahu-Bergvolkes - schoen nass und dreckig.

Tag 3:
Vom Lahu-Dorf aus schwingen wir uns auf die Bambusfloesse und raften durch Stromschnellen.
Das Gewicht von 5 Mitteleuropaern ueberansprucht allerdings die Tragfaehigkeit.
Waehrend der Fahrt muss Bambus geschlagen und untergebaut werden.
Trotzdem stehen wir oft knietief im Wasser, kentern fast zweimal und der eine oder andere muss unfreiwillig das Floss verlassen.
Die Giesskannen von oben spielen jetzt keine Rolle mehr ... dennoch koennen wir die beindruckende Natur geniessen. Hat wirklich Spass gemacht.

Wieder getrocknet mieten wir am Montag einen Toyota fuer fuenf Tage und duesen ueber Phrae und den Sirikit-Staudamm auf extrem kurvigen Bergstrassen, an den Mekong. Hier werden Ananas angebaut und Teakplantagen gepflegt.
In Chiang Khan geniessen wir ein Dinner direkt am Ufer des Stroms.

pop gang mai
Susi und Knut
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